:Perspektive

perspektive 2014Das ist die Zeitschrift der Brüder-Gemeinden
im "Bund Evangelisch-freikirchlicher Gemeinden"
und der "Freien Brüder-Gemeinden".

 

Und wo beginnt der Krieg?

Frieden ist offenbar das Gegenteil von Krieg. Und doch sind sie näher beieinander als uns lieb ist. Krieg  stört und zerstört die beteiligten Menschen, ihren Besitz und ihre Verhältnisse untereinander. Aber Frieden erinnert auch an Friedhof: Ruhe in Frieden! Hat man dieses Stück umzäunter Erde deshalb Friedhof genannt, weil nur tote Menschen oder ihre Asche dort endlich Frieden haben? Na ja, aber so sicher ist das auch nicht ...

imagesDas Paradoxon

Es ist merkwürdig: Jeder Mensch glaubt, dass andere Menschen böse sind und er sich vor ihnen schützen muss. Er hat ein Schloss an seiner Haustür und schließt jeden Tag sorgfältig ab. Ebenso verschließt er sein Auto, wenn er es abstellt, und sichert sein Fahrrad mit einem dicken Stahlbügel. Und weil er sich vor dem Angriff anderer Menschen fürchtet, kauft er sich Pfefferspray für den Notfall.

Weil keiner dem anderen wirklich traut, gibt es Ausweise, Fahrscheine und schriftliche Verträge, Polizei, Richter, Rechtsanwälte und Gerichte, Selbstverteidigungskurse und Waffen, Rüstungsfirmen und Armeen.

Sich selbst aber hält der Mensch gewöhnlich für gut.

Messias PlakatWarum habe ich nur zugesagt, diesen Aufsatz zu schreiben, frage ich mich. Es gibt ja schon so viele Bücher über erfüllte Prophetie, über Qumran, über das Leben, die Zeichen, die Wege und das Wiederkommen des Messias, ganz zu schweigen von den zahllosen Aufsätzen, die ich in meiner Bibliothek finde. Soll ich denn wirklich die vielen Texte, die über den Messias im Alten und im Neuen Testament verfasst worden sind, durch einen weiteren Schriftsatz vermehren?

„Selbstverwirklichung sucht nur derjenige, der unfähig ist, den Sinn des Lebens in etwas anderem zu finden als in seinem eigenen Egoismus.“

Von Victor Frankl soll der Satz stammen und er könnte prophetisch gewesen sein. Ein deutsches Nachrichtenmagazin, das sich in einigen Artikeln mit dem Zustand unserer Gesellschaft befaßte, betitelte eines ihrer Hefte „Die Ego-Gesellschaft“. Nichts ist dieser Gesellschaft so zuwider wie Gehorsam, Unterwürfigkeit, Unterordnung. Wer positiv von „untertan sein“ spricht wird vom Zeitgeist mit äußerster Verachtung bestraft.