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VorwortLesen Sie im Buch Hiob Kapitel 40 die Verse25-31 und Kapitel 41,1-26! An welches Tier aus Schöpfung oder auch Fabel werden Sie hierbei erinnert?

Spinosaurus MaulDas zweite Urvieh, das Gott dem Hiob vorstellt, nennt er Leviatan. Der hebräische Ausdruck bedeutet „der Gewundene“. Seine Beschreibung erinnert an einen riesigen Wassersaurier. Man kann ihn weder mit einer Angel fangen noch ihn mit Schwert, Lanze oder Pfeil verletzen oder gar überwinden. Wer sich jemals auf eine Auseinandersetzung mit ihm eingelassen und das überlebt hätte, würde diesen Fehler nie wieder begehen.

„Selbst Helden graut es, wenn er sich erhebt, / vor Schreck ziehen sie sich zurück.“

LeviathanHiob kannte den Leviatan und wusste, dass es ein Witz wäre, diese Bestie mit einen Nasenring bändigen zu wollen. Mit solch einem Vieh konnte man nicht spielen. Schon sein bloßer Anblick raubte jedem den Mut, der auf die Idee käme, ihm entgegenzutreten. Es war ungeheuer stark und dabei schön gebaut.

Das gewaltige Maul deutet auf eine räuberische Riesenechse hin. Kein Mensch kann diese Kiefern öffnen, wenn sie sich einmal geschlossen haben. Der Schuppenpanzer war perfekt und schützte rundherum.

„In seinem Nacken wohnt Stärke. / Und vor ihm her hüpft die Angst. / Sein Bauch ist straff und fest, / wie angegossen, unbewegt.“

Wenn er seinen schwer gepanzerten Körper über die schlammige Uferzone schleifte, riss er mit seinen Hornplatten am Bauch den Untergrund auf. Möglicherweise konnte er sich an Land sogar aufrichten.

Hauptsächlich lebte er aber im Meer und brachte das Wasser zum Strudeln, wenn er tauchte. Der leuchtende Pfad hinter ihm erinnert an das Meeresleuchten, die Biolumineszenz. Dass sein Niesen Licht verstrahlt, erinnert an die Wasserdampffontäne der Wale, denn auch Echsen waren Lungenatmer.

Doch ein Drache?

Am merkwürdigsten sind die Verse 11-13: „Fackeln fahren aus seinem Maul, / feurige Funken schießen heraus. / Aus seinen Nüstern kommt Rauch / wie aus einem heißen Topf. / Sein Atem entzündet Kohlen, / eine Flamme schlägt aus seinem Maul.“[ 1 ]Informationen über Hiob und den Leviatan siehe besonders A. vom Stein S. 85ff

Eine derartige Fähigkeit ist bei ausgestorbenen Tieren, die man fossil gefunden hat, nicht bekannt. Allerdings könnten auch manche erstaunlichen Vorrichtungen, die heute lebende Tiere besitzen (wie zum Beispiel der Elefantenrüssel als Multifunktionswerkzeug), niemals allein aus Skelettfunden rekonstruiert werden. Es ist deshalb nicht undenkbar, dass Tierformen, von denen wir nur noch versteinerte Knochen finden, Vorrichtungen zum gezielten Verströmen und Entzünden brennbarer Gase oder Flüssigkeiten besaßen.

Immerhin gibt es heute noch den Bombardierkäfer (Brachininae). Er kann sich mit einem explodierenden Gasgemisch verteidigen. Diese heiße Giftbrühe schleudert er mehr als zehnmal so weit wie er selbst groß ist. Das zeigt immerhin, dass die prinzipielle Möglichkeit zu so etwas wie Feuerspeien in der Biologie vorhanden ist.

Auch die Vielfalt der Überlieferungen über feuerspeiende Wesen aus allen Teilen der Welt ist ein starkes Indiz dafür, dass sie auf den wahren Kern tatsächlich existierender Kreaturen zurückgehen, die Menschen bekannt waren.

War es ein Spinosaurus?

Spinosaurus in schwimmender PositionDiese sogenannte „Dornenechse“ war der größte fleischfressende Dinosaurier mit einem mächtigen Gebiss und einem sehr kräftigen langen Hals. Mit seinem langen Schwanz und dem hohen Rückenschild erinnert er schon an einen Drachen. Er wurde bis zu 18 m lang und bis zu neun Tonnen (manche denken bis zu 20 t) schwer. Wahrscheinlich konnte er sich auf zwei Beinen aufrichten. Interessant ist, dass die bisher einzigen Funde aus Ägypten stammen, also aus der Region, in der der auch Hiob lebte.

 

[ Bildquellen ](1) Installation at Ciutat de les Arts i les Ciències, Valencia, Spain. Photograph by Belen Frias (2) Sah so der Leviathan aus? AlianCat. A.vom Stein S. 87 (3) Skelettrekonstruktion von Spinosaurus aegyptiacus in schwimmender Position im Museum der National Geographic Society in Washington, D.C. Foto: Mike Bowler. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Spinosaurus_swimming.jpg.