VorwortLesen Sie die >>> Verse 6-8 aus dem 1. Kapitel im 1. Buch Mose.

Das hebräische Wort rakia wird sehr unterschiedlich wiedergegeben: Feste, Firmament, Ausdehnung, Gewölbe, Wölbung. Es meint etwas, das durch Ausbreitung geschaffen wird – entweder durch Ausspannen wie bei einem Zelt oder durch Aushämmern wie bei Gold – etwas sehr Festes und sehr Dünnes. Vielleicht ist es das, was wir heute Atmosphäre nennen.

Wäre die Erde etwa so groß wie ein Apfel, dann hätte die Atmosphäre gerade einmal die Dicke seiner Schale. Trotzdem ist sie in Wirklichkeit mehr als 100 Kilometer dick. Ein heutiger Wissenschaftler drückte das so aus: „Wir leben am Boden eines riesigen Luftmeeres.“[ 1 ]Pailer, Faszination Weltraum, S. 13. Oberhalb einer bestimmten Grenze brachte Gott am zweiten Schöpfungstag eine große Menge Wasser in dieses „Luftmeer“ hinein. Das geschah im Zusammenhang mit der Teilung der Wassermassen, die die Erde umgaben. So entstand vielleicht die Atmosphäre, die für das Leben auf der Erde unerlässlich ist. Ob sie allerdings schon so zusammengesetzt und aufgebaut war wie heute, kann niemand sagen.

Die heutige Atmosphäre jedenfalls schützt uns zusammen mit dem Magnetfeld der Erde vor dem Teilchenstrom der Sonnenwinde, der mit einer Geschwindigkeit von 400 Metern pro Sekunde auf unseren Planeten zurast. Dabei werden übrigens die Gasmoleküle der Luft zum Leuchten angeregt, es entstehen die Polarlichter. Eine andere Schutzfunktion der Atmosphäre ist der natürliche Treibhauseffekt. Die Treibhausgase in der Atmosphäre sorgen dafür, dass die von der Erde zurückgestrahlte langwellige Infrarotstrahlung nicht vollständig in den Weltraum abwandert, sondern teilweise zurückgehalten wird. Eine Ozonschicht schützt uns außerdem vor der UV-Strahlung; und die Atmosphäre insgesamt schützt vor dem ständigen Bombardement durch Meteoriten, die entweder abgelenkt, zerkleinert oder zerstört werden.

Bei allem hat unser blauer Planet eine Schwerkraft, die gerade so groß ist, dass die Moleküle des Wassers und der Atmosphärengase Stickstoff und Sauerstoff festgehalten werden und nicht in den Weltraum entweichen. Außerdem gibt es eine Art Wasserdampfsperre: Im Bereich von fünf bis zwanzig Kilometern Höhe gefriert der Wasserdampf zu Eiskristallen, die dann infolge der Schwerkraft wieder absinken. Der heutige Anteil des Wassers in der Atmosphäre beträgt etwa ein Hunderttausendstel des Gesamtwasservorrats der Erde, ist aber für unser Klima von großer Bedeutung. Und durch den Wasserkreislauf wird dieses Atmosphärenwasser etwa dreißigmal im Jahr ausgetauscht.

Schon diese wenigen Daten – und es gibt noch sehr viel mehr – deuten darauf hin, dass unsere Erde mit allerhöchster Genauigkeit so eingerichtet wurde, dass Leben auf ihr existieren kann.

 

Kommentare (0)

Bisher wurden hier noch keine Kommentare veröffentlicht

Einen Kommentar verfassen

  1. Kommentar als Gast veröffentlichen. Registriere Dich oder melde Dich zu Deinem Benutzerkonto an.
0 Zeichen
Anhänge (0 / 3)
Deinen Standort teilen
Gib den Text aus dem Bild ein. Nicht zu erkennen?