VorwortLesen Sie bitte noch einmal die >>> Verse 18-20 aus dem 2. Kapitel im 1. Buch Mose und dann weiter bis Vers 25!

Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass Gott dem Mann nicht von vornherein die Frau an die Seite gestellt hat. Er wollte offenbar Adam selbst merken lassen, dass ihm ein gleichwertiges Gegenüber fehlte.

Der Ausdruck „Hilfe“ ist im Hebräischen übrigens kein abwertender Ausdruck im Sinn von „Gehilfe“, denn Gott selbst wird mit diesem Wort bezeichnet.[ 1 ]So zum Beispiel Psalm 33,20:Auf Jahwe warten wir, / er ist uns Hilfe und Schild. Er will Adam diese Hilfe zur Seite stellen und ihm auf diese Weise das geben, was ihm noch fehlt. Ohne diese Hilfe ist Adam in gewisser Hinsicht unvollständig, auch in Bezug auf seine Gottesebenbildlichkeit. Und ohne die Frau ist er auch nicht in der Lage, Nachkommen zu erzeugen, was er aber nach Gottes Befehl tun soll.

Gott versetzte Adam in einen narkotischen Schlaf und entnahm ihm ein Stück seines Körpers[ 2 ]Das hebräische Wort bedeutet überall in der Bibel „Seite“. aus der Seite. Aus dem entnommenen Teil baute Gott die Frau für Adam. Damit stellte er sicher, dass Adam sich mit ihr identifizieren konnte.

Rippe oder Chromosom?

Evas gesamte genetische Struktur kam also von Adam und stimmte daher vollkommen mit der seinen überein. Was Gott genau aus Adams Seite entnommen hat, sagt die Bibel nicht. Es war gewiss keine Rippe, denn das hebräische Wort bedeutet überall in der Bibel nur „Seite“. Im Prinzip hätte eine Körperzelle gereicht, wie wir heute durch die Genforschung wissen.

Jeder Mensch besitzt in jedem einzelnen Zellkern seiner 100 Billionen Zellen einen Chromosomensatz von 22 Chromosomenpaaren und zwei Geschlechts-Chromosomen. Diese fadenförmigen Gebilde im Zellkern sind etwa 40 Millimeter lang. Sie sind die äußerst wichtigen Träger der Erbanlagen. Innerhalb des Zellkerns sind sie auf allerengstem Raum um Kernproteine herumgewickelt. Der Zellkern ist aber nur etwa 10 Tausendstel Millimeter groß. Trotzdem würde die Gesamtlänge aller 46 Chromosomen eines Zellkerns aneinandergereiht etwa zwei Meter ergeben. Es ist völlig unverständlich wie Menschen glauben können, dass so hochkomplizierte Gebilde zufällig entstehen, denn das wird auch durch das Postulat von vielen Millionen Jahren nicht wahrscheinlicher.

Nun hat die Forschung gezeigt, dass das X- und das Y-Chromosom, das Geschlecht der Nachkommen bestimmt. Alle Männer haben sowohl ein X- als auch ein Y-Chromosom in jedem Zellkern während Frauen nur ein Paar X-Chromosomen haben. Von rein biologischem Gesichtspunkt aus betrachtet, ist es das Y-Chromosom, welches bestimmt, dass ein Kind männlich wird. Erbt das Kind das X-Chromosom vom Vater, wird es ein Mädchen. Der Vater bringt den dafür entscheidenden Faktor ein. Genetisch ist es also möglich, ein weibliches Wesen von einem männlichen werden zu lassen, während es unmöglich wäre, den männlichen Code von einer Frau zu gewinnen; denn diese hat einfach nicht das Y-Chromosom.[ 3 ]MacArthur, Welt S. 189

Bereits in der achten Schwangerschaftwoche werden die Y-Chromosomen in einem Fötus aktiv und die Produktion von Testosteron beginnt. Nun nimmt der Fötus allmählich die Gestalt eines Jungen an. Auch Penis und Hoden werden ausgebildet. Anschließend verstärkt sich die Testosteronproduktion.

Mann oder Frau

Der Mensch hat nicht nur einen männlichen oder weiblichen Körper, sondern er ist Mann oder Frau. Die Geschlechtlichkeit ist ein Sein, das sein gesamtes Verhalten bestimmt.

Der Testosteronspiegel macht es

Der Testosteronspiegel wird bei einem Jungen ein Leben lang bestimmend sein. Der typische Junge will sich bewegen, streiten, kämpfen  und – siegen. Die vorgeburtlichen Auswirkungen auf das Gehirn lassen sich nicht mehr rückgängig machen. Systematische Untersuchungen zu Geschlechtsunterschieden im menschlichen Gehirn aus der jüngeren Vergangenheit zeigen, dass solche Unterschiede schon bei Neugeborenen vorhanden, also vermutlich genetisch bedingt sind. Diese Differenzen sind zwar gering, aber bedeutsam und bleiben beim Erwachsenen bestehen.[ 4 ]Lexikon der Neurowissenschaft. Spektrum-Verlag

Die körperlichen Unterschiede

Das männliche Skelett ist normalerweise stärker als das der Frau. Es ist mehr auf die Überwindung körperlicher Belastungen ausgerichtet. Das drückt sich selbst in den Formen der Knochen aus. Der Knochenbau der Frau ist zarter, dünner und weniger schroff in der Formgebung.

Die quergestreifte Muskulatur ist beim Mann stärker entwickelt und durchkonstruiert als bei der Frau. Sie ist bei ihm mehr auf die Überwindung von Widerständen hin entworfen. Die weibliche Muskulatur ist in besonderer Weise anpassungsfähig, also weniger auf starke Kontraktion (Zusammenziehen) hin angelegt, als auf aktive Expansionen (Nachgeben) im geeigneten Moment.

Der Körperbau des Mannes ist geeigneter zum Umgestalten der Umwelt während die Beschaffenheit der Frau ihre größere Begabung zum Ausgestalten und Pflegen der nahen und nächsten Dinge zum Ausdruck bringt.

Abgesehen von den primären Geschlechtsmerkmalen ist der auffälligste Unterschied bei den sekundären Geschlechtsmerkmalen, die Brust. Nur die Frau hat im Gegensatz zu allen Tieren auch äußerlich das Aussehen einer Mutter. Wie stark die Frau auf die Mutterschaft hin entworfen ist, zeigen Untersuchungen zum kindlichen Spielverhalten bei Mädchen.

Der im Dienst der Mutterschaft stehende Monatszyklus hat nicht nur einen bemerkenswerten Einfluss auf das physische sondern auch auf das psychische Leben der Frau. Dabei ist das Muttersein nicht nur auf wenige biologische Funktionen beschränkt, sondern umfasst auch eine geistig-seelische Mütterlichkeit, die sich über viele Jahre hin erstreckt bis die Kinder zu lebenstüchtigen Menschen erzogen sind.

Die Geschlechtlichkeit bestimmt die ganze Leiblichkeit des Menschen in vielfältiger Weise, und nicht nur diese.[ 5 ]Neuer S. 28ff. Bereits im Mutterleib bilden sich geschlechtsspezifische Unterschiede heraus, etwa bei der Ausprägung des Gehirns und der Versorgung mit Hormonen.

Die geistig-seelischen Unterschiede

Auch die geistig-seelische Beschaffenheit des Menschen ist von seinem Geschlecht her bestimmt.

Einige kognitive Geschlechtsunterschiede sind wissenschaftlich belegt. Frauen können sich besser Gesichter und Wörter merken, Männer können dafür räumliche Informationen leichter verarbeiten und haben eine bessere Bewegungskoordination. Mit speziellen Versuchsanordnungen konnten Geschlechtsunterschiede nicht nur in verschiedenen Nationen, sondern auch über die letzten 30-40 Jahre hinweg recht konstant nachgewiesen werden, obwohl sich die Erziehungsstile in diesen Ländern und Zeitspannen extrem unterschieden. Außerdem stellte man fest, dass sich bei Männern durch Einnahme weiblicher Sexualhormone die Sprachkompetenzen auf Kosten der Raumkognitionen erhöht.

Als einer der markantesten Unterschiede gilt das Mitgefühl. Bei Männern scheint das Mitgefühl vornehmlich als das Ergebnis einer rationalen Analyse zu entstehen und nicht als wirklich emotional geprägtes Gefühl.

Auch die moderne Hirnforschung[ 6 ]Nach einem Vortrag von Manfred Spreng, Professor für Physiologie und Biokybernetik aus Erlangen, auf dem Kongress christlicher Führungskräfte vom 26.-28.2. 2015 in Hamburg. weist deutlich auf die Unterschiede zwischen Mann und Frau hin. Die Hirne unterscheiden sich im Volumen, der Zellzahl und den neuronalen Verschaltungen. Das führt zu einer unterschiedlichen Informationsverarbeitung sowie Denk- und Bewertungsprinzipien bei Mann und Frau. So speichern Frauen tendenziell mehr Details eines emotional erregenden Ereignisses. Männer behalten mehr allgemeine Zusammenhänge und können sich schwer an Einzelheiten länger zurückliegender Ereignisse erinnern.

 

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