VorwortLesen Sie noch einmal die >>> Verse 1-5 und dann weiter bis Vers 8 aus dem 3. Kapitel im 1. Buch Mose!

 

Ähnliche Versuchungen im Neuen Testament

Mt 4,1-11: Als Jesus von Hunger gequält wurde, trat der Versucher an ihn heran und sagte: „Befiehl, dass diese Steine zu Brot werden!“Satan zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit … „Wenn du Gottes Sohn bist,stürz dich hier hinunter!

Heb 4,15: Jesus sind die gleichen Versuchungen begegnet wie uns – aber er blieb ohne Sünde.

1Jo 2,16: Denn diese Welt wird von der Sucht nach körperlichem Genuss bestimmt, von gierigen Augen und einem unverschämten Geltungsdrang. Nichts davon kommt vom Vater. Es gehört alles zur Welt

Schon in Vers 3 zeigt sich, wie die Versuchung im Menschen wirkt, denn Eva übertreibt das Gebot. Sie hätte sagen können: „Zur Sicherheit fassen wird die Früchte gar nicht erst an.“ Das wäre völlig in Ordnung gewesen. Aber sie behauptet auf einmal, dass Gott nicht nur verboten hätte, die Früchte zu essen, sondern auch, sie zu berühren. Das ist ein wesentlicher Unterschied, der sich verhängnisvoll auswirkt.

Anschließend kann Satan abtreten, denn die böse Saat bringt schon ihre Frucht. Eva verspürt zuerst das körperliche Verlangen, aber es war kein Hunger, sondern ein Gelüst (gut zu essen), dann den ästhetischen Anreiz, der zu einem brennenden Verlangen wird (Augenweide) und schließlich das Begehren nach Erkenntnis, wörtlich „im Wissen zu sein“ (Einsicht versprechend). Das Begehren wird nicht nur durch den Reiz des Verbotenen ausgelöst, sondern durch das geheimnisvolle Versprechen „klug zu werden“. Das gleiche Wort für „Begehren“ kommt auch später in den zehn Geboten vor: „Begehre nichts, was deinem Mitmenschen gehört!“[ 1 ]2. Mose 20,17

Diese inneren Bewegungen bringen Eva letztlich dazu, die von Gott gegebene Grenze zu überschreiten. Sie handelt jetzt ganz allein, selbstverantwortlich und sagt auch kein Wort zu ihrem Mann, der neben ihr steht. Dann nimmt sie von der Frucht des Baumes.

 

Die Verantwortung Adams

Rö 5,14-15: Trotzdem herrschte schon in der Zeit zwischen Adam und Mose der Tod auch über die Menschen, die kein ausdrückliches Gebot übertraten, also nicht in derselben Weise wie Adam sündigten. Mit seinem Ungehorsam ist Adam das genaue Gegenteil von dem, der kommen soll … Denn wenn die Übertretung eines Einzigen der ganzen Menschheit den Tod brachte …

1Kor 15,21-22: Weil durch einen Menschen der Tod kam, kommt auch die Auferstehung vom Tod durch einen Menschen.Denn wie durch die Verbindung mit Adam alle sterben, so werden durch die Verbindung mit Christus alle lebendig gemacht werden.

Diese Berührung verursachte noch nicht ihren geistlichen Tod. Der trat erst ein, als sie davon aß. Doch in diesem Augenblick wurde sie für Adam das, was die Schlange für sie war. Sie wurde zur Versucherin für ihren Mann. Doch auch der wurde schuldig, indem er wortlos die Frucht nahm und ebenfalls davon aß. Er hatte als Repräsentant der Menschheit[ 2 ]Das wird auch in der Benennung „Mensch“ (Hebr.: Adam) in 1Mo 5,2 deutlich. Gott hat die Menschheit weder geschlechtsneutral nach weiblich „Eva“ genannt. die Führungsrolle[ 3 ]Das kommt auch darin zum Ausdruck, dass Gott nach dem Sündenfall zuerst Adam ansprach. und Verantwortung, doch er entscheidet sich wissentlich und willentlich gegen Gottes Gebot.

Die unmittelbaren Folgen

Nachdem die Menschen das Gebot Gottes übertreten hatten, gingen ihnen zwar die Augen auf, wie der Teufel ihnen versprochen hatte, und sie wussten jetzt auch, was Gut und Böse ist. Aber das erfüllte sie nicht mit Genugtuung, denn sie waren keineswegs Gott gleich geworden. Sehr bald würden sie feststellen, dass sie zwar das Gute erkennen können, aber nicht die Kraft haben, es zu tun. Sie würden auch wissen, was das Böse ist, aber nicht in der Lage sein, ihm zu widerstehen.

Schamgefühle

Das erste, was die Menschen empfanden, war Scham. Auf einmal konnten sie ihre Nacktheit nicht mehr ertragen und bedeckten ihre Blöße mit zusammengehefteten Feigenblättern.

Die Fähigkeit, Scham empfinden zu können ist übrigens ausschließlich menschlich. Wir beobachten das bei keinem Tier. Selbst (angeblich hoch entwickelte) Menschenaffen präsentieren ohne jede Scham ihr Genital und kopulieren in aller Öffentlichkeit.

Aber Scham in kein angenehmes Gefühl. Schamgefühle gehören zu den stärksten, unangenehmsten und intimsten menschlichen Regungen.[ 4 ]Nach U. Baer. Trotzdem ist Scham wichtig, denn sie schützt die Grenzen unserer Intimität und die Grenzen der anderen. Gott hat dies kurz darauf ausdrücklich bestätigt, indem er den ersten Menschen Kleidung verschaffte, mit der sie ihre Blöße bedecken konnten.

Schuldgefühle

Die Gefühle, von denen die Menschen gleich darauf überfallen werden, sind Schuld und Angst. Schuldgefühle sind ohnehin eng mit den Schamgefühlen verbunden. Bei Adam und Eva zeigte es sich darin, dass sie sich vor Gott versteckten. Sie wussten jetzt, dass sie ihm gegenüber böse gehandelt hatten und deshalb stieg auch das Gefühl der Angst vor Gott in ihnen auf.

Doch wenn Scham und Schuld nicht in die Gegenwart Gottes gebracht, sondern verdrängt werden, kann es den Menschen in einen Strudel von Scham-, Schuld- und Versagensgefühlen hineinreißen, aus dem er allein nicht mehr herauskommt.

 

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