VorwortLesen Sie die >>> Verse 18-22 aus dem 6. Kapitel im 1. Buch Mose und aus Kapitel 7 die >>> Verse 1-5!

Die Rettung der Familie Noahs bezeichnete Gott als einen Bundesschluss. Dieser Bund würde das Fortbestehen der Menschheit garantieren. Gott wies Noah zunächst grundsätzlich an, alle Luft atmenden Tiere und Vögel paarweise in die Arche aufzunehmen.[ 1 ]Lungenatmer sind Säugetiere, Vögel, Reptilien und (evtl.) Amphibien. Noah musste sie aber nicht zusammentreiben, sondern sie würden durch Gottes Eingreifen von selbst kommen, möglicherweise durch ein Vorgefühl der nahenden Katastrophe. Als es dann soweit war, wies Gott Noah an, von den reinen Tieren und Vögeln nicht nur ein Männchen und Weibchen in die Arche einzulassen wie bei den anderen Tieren, sondern je sieben Pärchen.[ 2 ]Es besteht also kein Widerspruch zwischen der Anweisung in 1Mo 6,20 und 7,2-3. Es handelt sich hier nicht um einen Bericht aus anderer Quelle, sondern um eine Ergänzung zu der ersten Anweisung, die erst nach Fertigstellung der Arche nötig wurde.

Um ausreichend Nahrung für die Menschen und das Futter für die Tiere musste Noahs Familie sich in der Zwischenzeit allerdings selbst kümmern. Sieben Tage vor Flutbeginn begann der Einlass in die Arche.

Passten alle Tiere überhaupt in die Arche?

Nach den biblischen Angaben war die Arche 150 m lang, 25 m breit und 15 m hoch. Sie hatte drei Decks und einen Rauminhalt von 56.250 m3. Wenn wir die Wände und Decks abziehen, bleiben zumindest 45.000 m3 übrig, selbst wenn wir berücksichtigen, dass die in der Bibel angegebenen Ellenmaße etwas kleiner als 50 cm waren.

Nach einer Abschätzung der Studiengemeinschaft Wort und Wissen geht man heute von 20.000 Arten landlebender Wirbeltiere aus. Der in der Bibel genannte Artbegriff entspricht eher dem, was man heute als „Familien“ in der Tierwelt bezeichnet, genauer einem „Grundtyp“. Siehe dazu das Kapitel „Der Tag an dem Gott zweimal spricht“.

Jeder Grundtyp spaltet sich in 20 bis 40 Arten auf. Legen wir als Teiler 25 zugrunde, ergibt sich die Zahl von 800 Grundtypen. Ein Pärchen von jedem ergibt 1600 Tiere; von den reinen Tieren je sieben Pärchen, das ergibt zusammen eine Zahl von etwa 7000 Tieren. Wenn wir die ausgestorbenen Tierfamilien dazurechnen kommen wir auf ungefähr 10.000 Tiere. Bei einem durchschnittlichen Raumbedarf pro Tier ergeben sich als notwendige Größe etwa 8000 m3. Wenn man den Platz für die Zellenwände in der Arche noch einrechnet, benötigten die Landtiere höchstens 20% des zur Verfügung stehenden Raums. Es war also reichlich Platz für Vorräte, Versorgungs- und Entsorgungseinheiten und natürlich für die Menschen vorhanden.

SauriereierViele Einzelheiten sind uns in der Bibel nicht mitgeteilt. Wir können nur möglichst plausible Szenarien entwerfen, wie wir sie aus unserer Welt kennen. Vieles muss dabei spekulativ bleiben. Aber die Behauptungen, die eine Arche zur Rettung der Menschen- und Tierwelt von vornherein für unmöglich halten, können so entkräftet werden.

Bei allen Tieren in der Arche muss man von jungen Tieren ausgehen, weil die sich ja anschließend noch vermehren sollten. Das schränkt auch deren Größe ein. Ob Dinosaurier dabei waren, lässt die Bibel offen. Es ist aber nicht völlig ausgeschlossen. Sie werden dann aber bald nach der Flut ausgestorben sein.

Bei den anderen Tieren (Insekten, Würmer, Schnecken usw.) ist ein Überleben zeitweise im Wasser viel leichter möglich als bei den lungenatmenden Wirbeltieren. Dabei war es natürlich nicht erforderlich, ein ganzes Jahr unter Wasser zu überleben. Der Zeitraum von Einstieg in die Arche bis zum Ausstieg dauerte zwar etwa ein Jahr; nach den Schilderungen des Sintflutberichts war aber die Erde nicht überall ein ganzes Jahr unter Wasser, viele Gebiete waren vermutlich nur einige Tage oder Wochen bedeckt.[ 3 ]Hier habe ich mich eng an den Aufsatz von Dr. Reinhard Junker gehalten „Passten alle Tiere in die Arche Noah“ in www.genesis.net vom 14.3.2016.

Wie konnten Süßwasserfische die Sintflut überleben?

Während der Sintflut muss es zu Durchmischungen von Süß- und Salzwasser gekommen sein. Viele im Wasser lebende Wesen sind allerdings in Bezug auf verschiedene Salzgehalten recht tolerant und können sowohl im Süß, als auch im Salzwasser leben. Für andere heute lebende Wassertiere wäre es lebensgefährlich, weil sie nur an bestimmte Salzgehalte angepasst sind. Ein Überleben ist dennoch möglich, weil man bei den damaligen geschaffenen Grundtypen davon ausgehen muss, dass sie sehr flexibel und genetisch vielseitig waren. Die Tatsache, dass heute viele Wasserlebewesen an bestimmte Salzgehalte angepasst sind, kann als Spezialisierung verstanden werden, die erst nach der Sintflut eintrat.

Andererseits muss es nicht überall zu Durchmischungen gekommen sein. Viele an bestimmte Salzgehalte angepasste Tiere könnten unter Umständen durchaus in nicht durchmischten Bereichen überleben, während andere der Durchmischung zum Opfer gefallen sein mögen. So könnten einige Vertreter der einzelnen Arten überlebt und damit den Erhalt der jeweiligen Arten gesichert haben.[ 4 ]Auch hier habe ich mich eng an den Aufsatz von Dr. Reinhard Junker gehalten „Wie konnten Süßwasserfische die Sintflut überleben?“ in www.genesis.net vom 15.3.2016.

 

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