VorwortLesen Sie die >>> Verse 6-24 aus dem 7. Kapitel im 1. Buch Mose!

Denken Sie daran: Das ist der Originalbericht, den Sie unbedingt zuerst lesen und auf sich wirken lassen sollten. Denn das ist Gottes Wort und von daher viel wichtiger als alle meine Erläuterungen.

Der Beginn der Flut ist das erste mit einem Datum versehene Ereignis der Urgeschichte. Man kann dieses Datum allerdings nur schwer in einen rückgerechneten Kalender einordnen. In der Bibel sind ohnehin die Datierungen wichtiger, die Ereignisse in bestimmte Ordnungen zueinander bringen. Innerhalb der Urgeschichte ist es am sinnvollsten, die Jahre nach Adam zu zählen, wie wir sie in den Geschlechtsregistern finden. Demnach wurde Noah im Jahr 1056 nach Adam geboren und die Sintflut begann im Jahr 1656 nach Adam, im 600. Lebensjahr Noahs.

War die Sintflut eine globale Flut?
  1. Der biblische Bericht sagt, dass alle Berge überflutet wurden (1Mo 7,19).
  2. Die höchsten Berge waren mehr als sieben Meter hoch von Wasser bedeckt (=Tiefgang der Arche) 1Mo 7,20.
  3. Das Aufbrechen aller Quellen der großen Tiefe lassen auf enorme geologische Vorgänge schließen (1Mo 7,11).
  4. Der Bau einer riesigen Arche wäre bei einer lokalen Flut für die Rettung von acht Menschen und Tieren völlig unbegreiflich.
  5. Bei einer lokalen Flut wäre überhaupt keine Arche nötig gewesen, denn es wäre ausreichend Zeit zur Flucht aus dem Gebiet geblieben.
  6. Die Ausführungen des Petrus (2Pt 3,3-7) würden ohne weltweite Katastrophe keinen Sinn ergeben.
  7. Der Vergleich zwischen der Sintflut und dem Wiederkommen von Jesus hätte keinen Sinn (Mt 24,37-39).
  8. Die damalige Menschheit hätte durch eine lokale Flut nicht ausgelöscht werden können.

Die Zeit wird sogar noch genauer angegeben: am 17.2. Das entspricht aber nicht unserem Februar, sondern einem Monat im Herbst, denn das landwirtschaftliche Jahr begann im Monat   Tischri, in dem man im späteren Israel das „Erntedankfest“ bzw. das Laubhüttenfest feierte. Das entspricht etwa dem Oktober. Und das wiederum bedeutet, dass die Flut anderthalb Monate später in der Zeit des Herbstregens begann. Sie dauerte nach Vers 11 und Kapitel 8,13-14 ein Jahr und elf Tage[ 1 ]Wenn der erste und letzte Tag mitgerechnet wurden, wie es in der Bibel üblich ist.. Weil wir aber davon ausgehen müssen, dass im alttestamentlichen Israel immer mit Mondjahren gerechnet wurde, hatte das Jahr nur 354 Tage.

Wenn aber die 11 Tage dazugezählt werden, ergibt sich für die Dauer der Flut genau ein Sonnenjahr von 365 Tagen.

Der Einzug in die Arche wird mit großer Sorgfalt berichtet. Alle Tiere kamen als Pärchen. Das wird mehrmals ausdrücklich betont. Gott verschloss die Tür, sodass die Arche von außen vollkommen abgedichtet war. Niemand und nichts konnte mehr hinein.

Woher das Wasser kam

Die Quellen der großen Tiefe. Der Ausdruck erinnert an den Anfang des Schöpfungsberichts: „Finsternis lag über der Tiefe“. Das hebräische Wort für Tiefe bedeutet einfach Flut oder Urflut. Damit wird angedeutet, dass die Sintflut praktisch „abschafft“, was ursprünglich geschaffen wurde. Die Welt kehrt in einen formlosen Zustand zurück wo nur Wasser zu finden ist wie in 1. Mose 1,2 beschrieben ist.[ 2 ]Fruchtenbaum, 1. Mose, Kapitel 1-11 S. 202.

Eine gigantische Menge Wasser bricht von unten hervor. Vielleicht wurden unterirdische Springbrunnen freigesetzt. Andere denken an Grundwasser oder riesige Wasserreservoire im Untergrund, die die Erdoberfläche und den Boden der Flachmeere an vielen Stellen durchbrachen und die Katastrophe bewirkten. Gewaltige Wassermassen überfluteten das Festland und zerstörten alles.

Die Schleusen des Himmels öffneten sich. Die schweren Niederschläge dauerten ununterbrochen 40 Tage lang. Möglicherweise wurden zusätzlich durch die gewaltigen Vulkanausbrüche riesige Mengen Wasser in Form von Dampf zusätzlich in die Atmosphäre geschleudert. Das Material, das bei heutigen Vulkanausbrüchen an die Erdoberfläche gebracht wird, besteht zu 70% oder mehr aus Wasser, oft auch in Form von Dampf.[ 3 ]Button S. 174.

WassertiefeHeute sind nur etwa 70% der Erdoberfläche von Wasser bedeckt. Die Menge dieses Wassers wird aber auf 1,36 Milliarden Kubikkilometer geschätzt.[ 4 ]www.oekosystem-erde.de Wenn man das Profil der Erde vollständig einebnen würde,[ 5 ]Das ist bei der Sintflut natürlich nicht geschehen, aber man kann davon ausgehen, dass es vor der Sintflut keine sehr hohen Berge gab, und die Ozeane im wesentlichen Flachmeere waren. wäre die Erdkugel ringsum mit einem zweieinhalb Kilometer tiefen Ozean bedeckt (Skizze). Es ist also heute noch genug Wasser vorhanden, um sich die Sintflut anschaulich vorstellen zu können.

Kommentare (0)

Bisher wurden hier noch keine Kommentare veröffentlicht

Einen Kommentar verfassen

  1. Kommentar als Gast veröffentlichen. Registriere Dich oder melde Dich zu Deinem Benutzerkonto an.
0 Zeichen
Anhänge (0 / 3)
Deinen Standort teilen
Gib den Text aus dem Bild ein. Nicht zu erkennen?