VorwortLesen Sie Lesen Sie langsam und betend den ganzen Psalm 104!

Der Psalm ist ein eindrucksvolles und sehr poetisches Lob auf den Schöpfer. Viele Bilder werden gebraucht, um die Werke und das Wirken Gottes zu beschreiben. Im Zusammenhang mit der Sintflut fallen besonders die Verse 5-9 auf. Dass es sich dabei tatsächlich um die Sintflut handelt, geht aus Vers sechs hervor, denn im Schöpfungsbericht werden noch keine Berge unter Wasser erwähnt. Und Vers neun weist indirekt auf das Versprechen Gottes in 1. Mose 9,11 hin, dass nie mehr eine Flut über die ganze Erde kommen wird.

5 Er gab der Erde ein festes Fundament,
dass sie durch nichts mehr zu erschüttern ist.
6 Die Flut bedeckte sie wie ein Kleid,
das Wasser stand über den Bergen.
7 Vor deiner Zurechtweisung musste es fliehen,
deine Donnerstimme trieb es fort.
8 Da hoben sich die Berge, die Täler senkten sich
an den Ort, den du für sie bestimmt hast.
9 Du hast dem Wasser Grenzen gesetzt,
es darf sie nie überschreiten,
nie wieder wird es die Erde bedecken.

Die Gebirgsbildung

Die jungen Faltengebirge sind während der Ablagerung tertiärer Sedimentgesteine entstanden.[ 1 ]Inzwischen ist das geologische System Tertiär durch die System-Einheiten Paläogen und Neogen ersetzt worden. Die geologischen Systeme (absteigend Quartär, Neogen, Paläogen, Kreide usw.) bilden die sogenannte Chronostratigraphische Skala. Diese ist mit einem Altersmodell geeicht, das auf radiometrischen Datierungen beruht und „Alter“ von Hunderten Millionen (radiometrischen) Jahren ausweist, die sogenannte geologische Zeitskala. Aber im Grunde genommen ist nicht bekannt, in welcher Beziehung radiometrische Alter zum realen Alter stehen, siehe z. B. Kotulla, Gültigkeit und Grenzen geologischer Zeitbestimmung. Die Gebirgsbildung (Einengung und Heraushebung) wird heute mit dem Konzept der Plattentektonik erklärt, wonach „Platten“ (große Erdkrustenkörper) horizontale Bewegungen ausführen können. Mit diesem Konzept wird auch die Bildung neuer Ozeanbecken („Täler“) und deren Absenkung beschrieben. Biblisch gesehen könnten diese Ereignisse während des Sintflutjahrs oder danach stattgefunden haben.

Wasser in der Tiefe

Gigantische Wasserreservoire in sehr großer Tiefe vermutet.

Die Bibel spricht im Zusammenhang mit der Sintflut von den „Quellen der großen Tiefe“. Bis heute ist nicht klar, was damit gemeint sein könnte. Gibt es überhaupt so viel Wasser im Innern der Erde?

Unsere Vorstellung vom Erdinneren ist immer noch sehr vage. Die bislang tiefste Bohrung wurde zwischen 1970 und 1994 auf der russischen Halbinsel Kola niedergebracht. Sie erreichte eine Tiefe von gerade einmal 12 Kilometern. Alles andere kann nur auf indirektem Weg erforscht werden. Einig ist man sich aber über verschiedene Zonen des Erdkörpers, unter anderem über eine mächtige „Schale“ von etwa 250 Kilometern Stärke in einer Tiefe zwischen 410 und 660 Kilometern, die man als Mantel-Übergangszone definiert, siehe Grafik.

Nun hat man in der Nähe eines Kimberlitschlots einen Rohdiamanten gefunden, der durch diesen Schlot explosionsartig aus mehreren hundert Kilometern Tiefe senkrecht an die Erdoberfläche geschossen wurde. Der Diamant wurde von mehreren Instituten gründlich untersucht und man fand darin erstmalig einen Einschluss des Minerals Ringwoodit. Es war John McNeill, der dies 2009 entdeckte. Weitere Untersuchungen ergaben, dass dieses Mineral Wasser enthält, und zwar bis zu 1,5% seines Gewichts. Ringwoodit – man kannte es schon aus Meteoriten – wurde inzwischen auch künstlich im Labor hergestellt und die Wissenschaftler sind überzeugt, dass der untere Teil der sogenannten Übergangszone daraus besteht.

Edelstein Ringwoodit kl 

Wenn das stimmt – und seismische Untersuchungen sprechen dafür – dann könnte im Erdmantel ein- bis dreimal so viel Wasser vorhanden sein wie in allen Ozeanen der Erde zusammen, natürlich eingeschlossen in das Mineral Ringwoodit. Im Jahr 2014 wurden diese Entdeckungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Interessant ist, dass Wissenschafts­journalisten in diesem Zusammenhang mehrfach von gewaltigen Ozeanen unter der Erde sprechen.

Das erinnert unwillkürlich an den biblischen Begriff der „Quellen der großen Tiefe“. Ob Gott genau das benutzt hat, wissen wir natürlich nicht. Aber wir wissen, dass es heute noch ein riesiges Wasserreservoir tief unter der Erde gibt.

Quelle: Studium Integrale Journal Mai 2016. Grafik: University of Alberta, Edmonton, Kanada, mit deutscher Bearbeitung und freundlicher Genehmigung von Wort und Wissen e.V.

Eiszeit und Neandertaler

Es gibt viele Indizien dafür, dass es einmal eine Eiszeit gab. Das Eis bedeckte Grönland und Nordamerika, Nordeuropa bis Deutschland. In den südlicheren Breiten gab es dafür verstärkte Niederschläge wo heute Wüstengebiete sind. Ausgrabungen in der Sahara, der Wüste Gobi und in Arabien geben Hinweise auf eine üppige Vegetation in früherer Zeit und Besiedlung durch Menschen. Es gibt andererseits auch Hinweise darauf, dass die ganze Eiszeit hindurch Menschen nicht weit vom Rand der Eisdecke lebten, die sogenannten Neandertaler. Das waren allerdings keine primitiven Urmenschen, sondern Menschen wie wir, wenn auch häufig durch Krankheiten gezeichnet. Welche meteorologischen, geologischen (Plattenbewegungen, Gebirgsbildung, Vulkanismus) oder astronomischen Ursachen zur Entstehung der Eiszeit geführt haben, wird noch diskutiert.

Biblisch gesehen könnte man die Eiszeit in den nördlichen Breiten der Erde als nachsintflutlich einordnen. Demzufolge gab in südlichen Breiten fortgeschrittene Zivilisationen, in Mesopotamien, Ägypten und anderswo, die sich ungehindert entwickeln konnten. Dort spielte sich auch die weitere Geschichte ab, die in der Bibel berichtet wird.

 

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