VorwortLesen Sie im 1. Buch Mose >>> Kapitel 9 von Vers 5 bis 17!

Im Gegensatz zum Blut von Tieren hat Gott dem Menschen streng verboten, menschliches Blut zu vergießen. Die Begründung lautet: Denn der Mensch ist zum Abbild Gottes gemacht.[ 1 ]Siehe auch Die Würde des Menschen S. 15. Der Mensch repräsentiert aufgrund seiner Gottesebenbildlichkeit den Schöpfer in dieser Welt. Das gilt auch nach Sündenfall und Sintflut.

Wer deshalb das Abbild Gottes angreift, greift Gott an. Aus diesem Grund fordert Gott Rechenschaft für das Leben jedes Menschen. Er fordert vergossenes menschliches Blut ein, und zwar von Menschen und von Tieren. Die Strafe zu vollziehen übergibt er den Menschen. Damit ist aber nicht ein Einzelner gemeint, etwa der Bluträcher, sondern die Gemeinschaft. So legt dieses Gesetz den Grund für das Strafrecht durch die Obrigkeit.

Die Todesstrafe

Gott allein hat das Recht, die Todesstrafe zu verhängen. Dieses Recht der göttlichen Vergeltung hat er bereits mit der Sintflut ausgeübt. Jetzt verleiht er Menschen das Recht, die Todesstrafe zu vollziehen, aber nur für vorsätzlichen Mord. Die Menschen sind damit nicht ermächtigt, irgendwelche Verbrechen mit dem Tod zu ahnden. Erst unter dem Gesetz vom Sinai wurden für das Volk Israel noch einige andere schwere Vergehen hinzugefügt, die mit dem Tod bestraft werden sollten.

Die Absicht der von Gott angeordneten Todesstrafe besteht nicht darin, Menschen vom Verbrechen abzuschrecken oder zu bessern, sondern einen Mörder zu bestrafen. Denn Mord bringt ebenso Verachtung gegen Gott wie Verachtung gegen den Nächsten zum Ausdruck. Die Todesstrafe ist aber nie der Willkür eines Einzelnen überlassen, sondern steht nur denen zu, die Gottes Recht und Majestät auf Erden repräsentieren.

Weil in der Vergangenheit dieses Recht über Leben und Tod aber nur von wenigen Staaten als Gottesrecht angesehen wurde, wurde es in vielen Einzelfällen missbraucht. Dieser Missbrauch ist wohl der Hauptgrund dafür, warum viele Regierungen dieser Welt auf die Todesstrafe verzichten und viele Menschen vehement gegen ihre Einführung kämpfen.

Die sieben noachitischen Gebote der Juden

Die zwei Verbote, die Gott der Menschheit zu ihrem Neuanfang nach der Flut gegeben hat, waren: Kein Fleisch zu essen, das noch Lebensblut in sich hat, und kein Menschenblut zu vergießen, also Menschen zu morden.

Diese zwei Verbote verband das rabbinische Judentum später mit dem einen Verbot, das Gott Adam im Paradies gegeben hatte,[ 2 ]1. Mose 2,16-17. und machte sieben daraus. Die Juden erklärten, dass Nichtjuden bereits durch das Halten der „sieben Gesetze Noahs“ gerecht würden. Sie müssten also nicht wie die Juden das ganze Gesetz des Mose halten. Später ordneten sie aber sehr viele ihrer 613 Gebote im Gesetz dennoch als Ausführungsbestimmungen den „sieben Gesetzen Noahs“ zu. Sie beinhalten:

  1. Das Verbot von Götzendienst.
  2. Das Verbot, Gottes Namen zu lästern.
  3. Das Verbot zu morden, einschließlich Selbstmord.
  4. Verbotene sexuelle Beziehungen (Ehebruch, Inzest, Sodomie).
  5. Das Verbot zu stehlen.
  6. Das Verbot vom lebenden Tier zu essen, ohne es davor zu töten.
  7. Das Gebot Gerichtshöfe einzurichten.

Der Bundesschluss

Zunächst wies Gott die Familie Noahs noch einmal an, sich reichlich zu vermehren und die Erde zu bevölkern.

Gottes Bund mit Noah und seinen Nachkommen schaffte für die neu entstehende Menschheit eine Lebensordnung unter seiner Oberhoheit. Er sichert seither die Stabilität der Natur und die Ordnung der Welt. Es handelt sich also um einen Lebensbund, der bis heute gilt und ausdrücklich alle Tierarten einschließt. Allerdings beschränkt er sich auf das irdische Leben. Gott garantiert, dass das Leben auf der Erde nie mehr durch Wasser vernichtet wird. Nie mehr sollen die Wassermassen zu einer Flut werden, die alles Leben vernichtet. Das weist noch einmal darauf hin, dass die Flut wirklich die ganze Erde betraf und nicht nur einen kleinen Bereich davon. Deshalb gilt das Zeichen für diesen Bund nicht nur einem Volk, sondern der ganzen Menschheit.

Der Regenbogen

Das hebräische Wort für Bogen meint im ganzen Alten Testament immer den Kriegsbogen, mit dem man Pfeile verschießen kann. Nur in unserem Abschnitt erscheint das Wort dreimal in Verbindung mit dunklen Regenwolken als ein überaus beeindruckendes Zeichen für das Versprechen Gottes. Gott sagte:

Jedes Mal, wenn ich Wolken über der Erde zusammenziehe und wenn dann der Bogen erscheint, werde ich an mein Versprechen denken.

Gott bestimmte den Regenbogen als Bundeszeichen. Das setzt voraus, dass es vorher keinen gab oder dass er von Menschen nicht gesehen werden konnte. Seit der Sintflut jedenfalls wird ein Regenbogen immer dann sichtbar, wenn Sonnenlicht auf eine dunkle Regenwand scheint und man selbst mit dem Rücken zur Sonne steht. Der Regenbogen ist ein so schönes Phänomen,[ 3 ]Allein das deutsche Wort für Regenbogen erscheint in Google 10,6 Millionen Mal in allen nur erdenklichen Verbindungen, leider nicht nur positiv. Die New-Age-Bewegung verwendete ihn und er „ziert“ viele esoterische Publikationen und Produkte, Greenpeace verwendet ihn und seit dem Ende des 20. Jahrhunderts nutzen Homosexuelle die Regenbogenfarben ihn ihren Fahnen als Zeichen für sexuelle „Freiheit“. dass jeder, der ihn entdeckt, andere darauf hinweisen möchte.

RegenbogentropfenNaturwissenschaftlich wird der Regenbogen als Brechung der Lichtstrahlen in Wassertröpfchen erklärt. So etwas kann man manchmal auch in der Fontäne eines Springbrunnens oder bei einem Wasserfall beobachten. Wenn man sich einen Regentropfen als kleine durchsichtige Kugel vorstellt, auf die weißes Sonnenlicht trifft, dann wird der Strahl bei Eintritt in die Kugel schon in seine Farben zerlegt, die aber unterschiedlich abgelenkt werden. An der Rückwand der winzigen Kugel werden die Strahlen in einem anderen Winkel reflektiert und beim Austritt aus der Kugel werden die Spektralfarben rot, orange, gelb, grün, blau, violett sichtbar (Bildquelle: Wikipedia).

Der Regenbogen steht aber nicht fest am Himmel, er ist vielmehr ein Phänomen unseres Sehens. Er beginnt und endet nicht an einem bestimmten Ort, sondern je nach unserem Standort hat er Anfang und Ende. Jeder Betrachter hat also seinen eigenen Regenbogen, den nur er an dieser Stelle sieht. Das ist so, weil die Regentropfen, durch die das Sonnenlicht fällt, in ständiger Bewegung sind.

Warum sieht man überhaupt einen Bogen? Eigentlich müsste doch die ganze Regenwand bunt schillern? Das tut sie auch. Aber für unser Auge sind nur die Strahlen erkennbar, die in einem Winkel von 42 Grad zurückgeworfen werden. Auf diese Weise leuchtet für uns immer nur ein bogenförmiger Ausschnitt der Regenwand. Manchmal sieht man noch einen zweiten, größeren Regenbogen der aber schwächer leuchtet. Da handelt es sich um Lichtstrahlen, die innerhalb der Regentröpfchen zweimal reflektiert werden und deshalb zusätzlich in einem anderen Winkel (51°) und in umgekehrter Farbfolge austreten.

Jedes Mal, wenn wir einen Regenbogen sehen, sollten wir uns nicht nur über seine Schönheit freuen, sondern unserem Schöpfer für seine Gnade danken und den Bund, der bis heute bis zum Ende der Zeit für alle Menschen gültig sein wird. Der Apostel Petrus schreibt[ 4 ]2. Petrus 3,6-7.: Damals wurde die Welt

bei der großen Flut auf Gottes Wort hin durch Wasser überschwemmt und vernichtet. Durch dasselbe Wort Gottes werden nun auch die jetzigen Himmel und die jetzige Erde für das Feuer aufgespart. Sie werden bewahrt bis zum Tag des Gerichts, an dem die Gottlosen zugrunde gehen.

 

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