In poetischen Texten

Wer erlöst eigentlich wen, der Gerechte die Ungerechten oder umgekehrt?

Die Schriftstellen

Eph 4,8: Darum heißt es ja in der Schrift: "Er stieg hinauf in den Himmel, hat Gefangene mit sich geführt und den Menschen Gaben gegeben."

Ps 68,19: Du stiegst hinauf in die Höhe, / führtest Gefangene mit, / nahmst Gaben von den Menschen, / selbst von den Rebellen, / damit Jahwe, Gott, eine Wohnung hat.

Die Frage

Warum zitiert Paulus den Psalm 68, sagt aber das Gegenteil von dem, was dort steht?

Die Antwort

Paulus zitiert den Psalm richtig nach dem aramäischen Targum.

Der Targum ist die traditionelle interpretierende Übersetzung des hebräischen Alten Testaments in die aramäische Alltagssprache. Zur Zeit des Neuen Testaments geschah das mündlich in den Synagogen, nachdem der jeweilige hebräische Text vorgelesen war. Diese Übersetzungstradition wurde später in verschiedenen Targumim verschriftlicht. Paulus, der bei Gamaliel studiert hatte, war mit dieser Art Übersetzung von Psalm 68 natürlich vertraut, der damals schon in der Liturgie zum jüdischen Pfingstfest verwendet wurde.

Der später entstandene schriftliche aramäische Targum interpretiert Ps 68,19 tatsächlich so, wie es Paulus zitiert. Statt dem hebräischen laqatha = du hast genommen, steht dort jahabta = du hast gegeben. Damit bringt der Targum zum Vorschein, was das Hebräische nur andeutet. Denn das „von (oder unter) den Menschen genommen“ kann auch übersetzt werden: „für den Menschen genommen“. Damit kommt es auch sprachlich dem näher, was der Psalm inhaltlich andeutet.

David hat das Bild eines Triumphzugs vor sich, wie er es selbst oft genug erlebt hatte. Er zog mit der Beute, die er genommen hatte, nach Jerusalem hinauf und gab diese anschließend an seine Leute weiter. Im Psalm bezieht er das auf den Triumph Gottes.[ 1 ]Der Targum allerdings bezieht es in seiner Erklärung auf Mose. Und der Apostel Paulus bezieht es auf Jesus Christus und seine glorreiche Himmelfahrt.

Paulus hatte also gute Gründe, in Eph 4,8 nicht direkt aus dem hebräischen AT zu zitieren und es selbst ins Griechische zu übersetzen, oder gleich aus der griechischen Übersetzung des AT, wie er es oft machte,[ 2 ]Die griechische Septuaginta stimmt in diesem Fall fast wörtlich mit dem hebräischen Text überein. sondern diesmal aus der aramäischen Übersetzung des AT, dem Targum.[ 3 ]Auch die alte Syrische Übersetzung des AT hat es genauso wie der Targum wiedergegeben.

 

Die Schriftstellen

Ps 78,69: Wie Himmelshöhen baute er sein Heiligtum, / wie die Erde, die er auf ewig gegründet hat.

Ps 104,5: Er hat die Erde auf Fundamente gestellt. / So stürzt sie niemals zusammen. (EÜ: Er hat die Erde gegründet auf ihre Grundfesten; sie wird nicht wanken immer und ewiglich.)

Pred 1,4: Ein Geschlecht geht, und ein Geschlecht kommt; / und die Erde bleibt ewig bestehen.

Mt 24,35: Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nie.

2Pt 3,10: Der Tag des Herrn wird aber so unerwartet kommen wie ein Dieb. Dann wird der Himmel unter schrecklichem Lärm vergehen und die Himmelskörper im Feuer verglühen. Die Erde und alles, was der Mensch auf ihr gemacht hat, werden dann verbrannt werden.

Die Frage

Besteht die Erde ewig oder wird sie vergehen?

Die Antwort

Sie wird vergehen.

Der Begriff "ewig" in der Bibel ist immer vom Zeitraum eines Lebens her gedacht, also der Lebenzeit eines Menschen, der Generationenfolge eines Volkes, und richtet sich von da aus in die Vergangenheit oder in die Zukunft. Es kann damit sowohl eine begrenzte als auch eine unbegrenzte lange Zeit gemeint sein, die von Dauerhaftigkeit und Beständigkeit bestimmt ist. Ist der Begriff auf Gott bezogen, meint es völlige Unbegrenztheit. Erst in der griechischen Philosophie wird "ewig" zu einem abstrakten überzeitlichen Begriff wie wir ihn heute verwenden.

 

Die Schriftstellen

Ps 78,69: Wie Himmelshöhen baute er sein Heiligtum, / wie die Erde, die er auf ewig gegründet hat.

Ps 104,5: Er hat die Erde auf Fundamente gestellt. / So stürzt sie niemals zusammen. (EÜ: Er hat die Erde gegründet auf ihre Grundfesten; sie wird nicht wanken immer und ewiglich.)

Pred 1,4: Ein Geschlecht geht, und ein Geschlecht kommt; / und die Erde bleibt ewig bestehen.

Mt 24,35: Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nie.

2Pt 3,10: Der Tag des Herrn wird aber so unerwartet kommen wie ein Dieb. Dann wird der Himmel unter schrecklichem Lärm vergehen und die Himmelskörper im Feuer verglühen. Die Erde und alles, was der Mensch auf ihr gemacht hat, werden dann verbrannt werden.

Die Frage

Besteht die Erde ewig oder wird sie vergehen?

Die Antwort

Sie wird vergehen.

Der Begriff "ewig" in der Bibel ist immer vom Zeitraum eines Lebens her gedacht, also der Lebenzeit eines Menschen, der Generationenfolge eines Volkes, und richtet sich von da aus in die Vergangenheit oder in die Zukunft. Es kann damit sowohl eine begrenzte als auch eine unbegrenzte lange Zeit gemeint sein, die von Dauerhaftigkeit und Beständigkeit bestimmt ist. Ist der Begriff auf Gott bezogen, meint es völlige Unbegrenztheit. Erst in der griechischen Philosophie wird "ewig" zu einem abstrakten überzeitlichen Begriff wie wir ihn heute verwenden.

 

Die Schriftstellen

[Mk 10,45] Auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele zu geben."

[1Tim 2,6] und sich selbst als Lösegeld für alle ausgeliefert hat. Damit wurde zur rechten Zeit das Zeugnis erbracht, dass Gott die Menschen retten will.

[Spr 21,18] Der Schuldige zahlt das Lösegeld für den Gerechten, / der Betrüger muss für den Redlichen büßen.

Die Frage

Wer kann wen erlösen, der Ungerechte den Gerechten oder umgekehrt?

Die Antwort

Selbstverständlich kann der unschuldige Christus Menschen erlösen.

Das wird in der Bibel überall vorausgesetzt. Muslime leugnen allerdings, dass jemand für die Sünden eines anderen bezahlen oder einen anderen auslösen kann. Sprüche 21,18 spricht von einer Erlösung wie sie in Jesaja 43,3 beschrieben ist:

"Denn ich bin Jahwe, dein Gott, / ich bin Israels heiliger Gott, / und ich rette dich! / Ägypten gebe ich als Lösegeld für dich, / Nubien und Seba noch dazu."

So hatte Gott sein Volk Israel freigekauft. Doch für uns gab er seinen Sohn. Wir sind mit dem kostbaren Blut des reinen und makellosen Opferlammes, dem Blut von Christus, erlöst worden (1. Petrus 1,18-19).

Die Schriftstellen

Ps 78,69: Wie Himmelshöhen baute er sein Heiligtum, / wie die Erde, die er auf ewig gegründet hat.

Ps 104,5: Er hat die Erde auf Fundamente gestellt. / So stürzt sie niemals zusammen. (EÜ: Er hat die Erde gegründet auf ihre Grundfesten; sie wird nicht wanken immer und ewiglich.)

Pred 1,4: Ein Geschlecht geht, und ein Geschlecht kommt; / und die Erde bleibt ewig bestehen.

Mt 24,35: Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nie.

2Pt 3,10: Der Tag des Herrn wird aber so unerwartet kommen wie ein Dieb. Dann wird der Himmel unter schrecklichem Lärm vergehen und die Himmelskörper im Feuer verglühen. Die Erde und alles, was der Mensch auf ihr gemacht hat, werden dann verbrannt werden.

Die Frage

Besteht die Erde ewig oder wird sie vergehen?

Die Antwort

Sie wird vergehen.

Der Begriff "ewig" in der Bibel ist immer vom Zeitraum eines Lebens her gedacht, also der Lebenzeit eines Menschen, der Generationenfolge eines Volkes, und richtet sich von da aus in die Vergangenheit oder in die Zukunft. Es kann damit sowohl eine begrenzte als auch eine unbegrenzte lange Zeit gemeint sein, die von Dauerhaftigkeit und Beständigkeit bestimmt ist. Ist der Begriff auf Gott bezogen, meint es völlige Unbegrenztheit. Erst in der griechischen Philosophie wird "ewig" zu einem abstrakten überzeitlichen Begriff wie wir ihn heute verwenden.