Daniel Bühne. Hauptsache bekehrt? Wem darf man ewiges Heil zusichern? Bielefeld: CLV 2026. 62 S. Taschenbuch: 4,90 €. ISBN: 978-3-86699-449-2.

Das kleine Büchlein im Taschenbuchformat enthält ein brisantes Thema. Höchste Zeit, dass diese Problematik angesprochen wird. Es erinnert mich an die Lordship Salvation Controversy, eine theologische Debatte in den 1980er und 1990er Jahren im englischsprachigen Bereich. Wer Jesus als Retter annimmt, nimmt ihn gleichzeitig als Herrn an. Das ist die eine Seite. Die andere betont: Die Rettung wird allein aus Glauben empfangen. Ein Mensch kann gerettet sein, auch wenn sein Leben nicht die erwarteten Früchte zeigt.

Daniel Bühne entfaltet die Problematik anhand persönlicher Erfahrungen und biblischer Einsichten. Ja, es gibt Merkmale, an denen ein anderer, aber auch der Bekehrte selbst, erkennen kann, ob der Heilige Geist in ihm wirkt. Man sollte allerdings bedenken, dass die aufgezählten Merkmale in Kapitel 7 nicht alle gleichzeitig vorhanden sein werden. Wichtig die Bemerkung des Autors, dass das neue Leben einen Startpunkt hat und dass man einen Neubekehrten begleiten muss. Man muss ihm aber auch helfen, die genannten Merkmale nicht selbst zu erzeugen, in eigener Kraft, um neue Gesetze zu befolgen oder anderen Menschen zu gefallen.

Der Untertitel auf den Cover scheint mir nicht recht gelungen, wird im Buch auch nicht eindeutig beantwortet. Aber das ganze Büchlein ist unbedingt lesenswert und jedem Christen zu empfehlen.

1000 Buchstaben übrig