Die Vulgata

Als Vulgata (lat. "die im Volk verbreitete") bezeichnet man normalerweise die Übersetzung der Bibel ins Lateinische, die im Jahr 382 n.Chr. von Hieronymus begonnen wurde.

VulgataBis ins 3. Jahrhundert war die Kirchensprache in Rom noch Griechisch. In Nordafrika war das noch bis ins 5. Jahrhundert der Fall und in Byzanz blieb sie es. Man konnte die Abschriften der biblischen Texte also noch in der Originalsprache lesen. Doch vor allem in den westlichen Teilen des Römischen Reiches entstanden schon seit dem 2. Jahrhundert altlateinischen Übersetzungen (Vetus Latina).

Erasmus Textausgabe NTDer große Gelehrte Erasmus von Rotterdam hatte schon jahrelang an Anmerkungen zum lateinischen Neuen Testament gearbeitet. Als der Verleger Froben in Basel ihn überredete, auch das ganze griechisches Neue Testament herauszugeben, ließ Erasmus 1516 auf der linken Seite seine Anmerkungen drucken, auf der rechten Seite in zwei Spalten die Vulgate mit vielen Verbesserungen und den griechischen Text des Neuen Testaments.