Die Septuaginta (LXX)

Die Septuaginta war die erste uns bekannte Übersetzung des hebräischen Alten Testaments in eine andere Sprache. Es gibt in der Weltgeschichte kein literarisches Werk von vergleichbarem Umfang, das früher übersetzt worden wäre.

Die Septuaginta setzte einen Meilenstein in die menschliche Kultur, denn durch sie konnte das Alte Testament in eine neue, ganz andersartige Sprach-, Denk- und Lebenswelt eindringen.[1]

Die Übersetzer waren grundsätzlich bestrebt, jüdische Dinge auf Griechisch so zum Ausdruck zu bringen, dass sie jüdisch bleiben und dennoch von Griechen verstanden werden.

Die apokryphen Schriften in der LXX sind für unser Thema deshalb wichtig, weil diese Schriften zusammen mit denen des Alten und des Neuen Testaments von Christen überliefert und zumindest eine Zeitlang für kanonisch gehalten wurden.

Lukas berichtet von der Arbeit des Paulus und Silas in Beröa:

Als die beiden dort angekommen waren, suchten sie als Erstes wieder die Synagoge auf.

Keine Bibelübersetzung hat die Christenheit so beeinflusst, wie die Septuaginta. So heißen in allen europäischen Sprachen die ersten Menschen nicht Adâm und Chawwâ, sondern Adam und Eva.